„Ich kann keine Geschenke annehmen.“

Sie schluchzt heftig.

Nach einer Pause kommen die Worte langsam, stockend.

„Ich bin es – einfach – nicht – wert . . .“

„Ich glaube das liegt daran, dass man mir das wertvollste, 

was ich hatte genommen hat: Meine Kinder.“

 

… Gibt es einen Satz, den Dein Exmann zu Dir gesagt hat, an den Du Dich erinnerst?

Sie erinnert sich.

In diesem Coaching arbeiten wir zuerst am Mindset und danach gibt es die schamanische Sitzung.

 

Ja, ich kenne das auch. Es begegnet mit immer und immer wieder bei meinen Klientinnen: Sie haben ihr Selbstwertgefühl vergessen. Es ist einfach verschüttet, versteckt unter vielen Erfahrungen in denen ihnen immer und immer wieder eingeredet wurde sie seien nichts wert.

 

Kombiniert wird das mit intensiven emotionalen Erfahrungen und dann im Körpergedächtnis eingespeichert. Oft passiert dabei auch etwas, dass ich einen „Inprint“ nenne. Die Erfahrung hat sich ins System eingebrannt.

Es erinnert mich an ein Brandzeichen, so wie sie früher den Kühen im Wilden Westen eingebrannt wurden. Es beinhaltet eine Information von Besitztum.

 

Manchmal ist es auch so, dass sich das Selbstwertgefühl von Kindheit an nicht richtig entwickeln konnte.

Egal wie die einzelne Familiensituation verzwickt ist: wir schauen gemeinsam drauf und graben und finden alle einzelnen Teile. 

Ich begleite meine Klientinnen auf dem Weg der Heilung so lange bis es gelöst ist.

 

Aus meiner Sicht ist hier die bloße Arbeit an Glaubenssätzen oft unzureichend. Die Informationen sind oft durch Generationen oder Inkarnationen hindurch immer und immer wieder in die Seele eingebrannt worden. Eine einzelne schamanische Sitzung mit meiner Technik kann hier unendlich viel mehr bewirken als viele Sessions mit verschiedenen Tools zum Verändern von Glaubenssätzen.

 

Das Thema Selbstwert überschneidet sich mit dem Thema Besitz.

In der oben erwähnten Geschichte überschneiden sich die Themen Besitz und Selbstwert.

Ein Kind kann man nicht besitzen. Auch wenn wir die Formulierung „Meine Kinder“ verwenden.

Khalil Gibran, der Maler und Schriftsteller schreibt in seinem philosophischen Buch „Der Prophet“:

 

Eure Kinder sind nicht Eure Kinder, sie sind die Söhne und Töchter der Sehnsucht des Lebens nach sich selbst.

 

Als Eltern können wir nur voller Ehrfurcht und Dankbarkeit auf unsere Kinder schauen und erkennen dass es ein Privileg ist, einem Kind einen Raum im eigenen Leben geben zu dürfen.

Oft ist uns das nicht bewusst und gerade wenn wir jahrelang in einer Familie gelebt haben in der es vielleicht nicht immer einfach war, nicht immer rund lief, dann haben andere Themen sich als Priorität vor die Kinder geschoben.

Dann kommt es irgendwann zur Trennung, die Familie zerbricht und man steht da und darf sich neu sortieren. Es ist eine Chance und kann uns helfen alte Wege zu verlassen und uns zu besinnen was wir wirklich wollen vom Leben.

 

Und dann sind da die Kinder. Es ist wichtig gut für sie zu sorgen und ihnen einen Platz zu bieten, an dem sie sich wohl fühlen und sich gut entwickeln können. Das ist als Eltern unsere Aufgabe.

In der Trennungssituation entsteht ein schlechtes Gewissen, weil wir als Eltern uns plötzlich so verhalten, dass unserem Kind nicht zu jeder Zeit beide Elternteile zur Verfügung stehen. Natürlich war das auch vor der Trennung nicht der Fall. In den seltensten Fällen sind immer beide Eltern für die Kinder verfügbar. Aber die Situation verändert sich, wir wohnen nicht mehr im gemeinsamen Haushalt und dadurch kann das Gefühl von Entfernung entstehen.

 

Die Kinder als unseren „Besitz“ zu bezeichnen ist schwierig. Die Zeiten der Leibeigenschaft sind vorbei, auch wenn man in manchen Konstellationen von Trennungsfamilien das fast nicht glauben möchte. 

Woran liegt das? 

Es sind immer noch alte Muster, überholte Strukturen die in den Köpfen und Herzen der Menschen herumgeistern: Glaubenssätze und eine Mischung aus Zuschreibungen und Einschärfungen aus der Kindheit, wie man denn zu sein habe und was man denn zu tun habe. Dazu kommen Prägungen aus dem Familiensystem und Themen die wir aus früheren Inkarnationen mitgebracht haben um sie jetzt zu lösen.

 

All das ist eine Aufgabe für die persönliche Weiterentwicklung.

Nicht jeder Erwachsene Mensch ist bereit für Persönlichkeitsentwicklung.

Was können wir tun, wenn wir unter dem Verlust der Kinder leiden?

Wir können die Aufmerksamkeit auf die innere Verbindung richten: Innerlich sind wir verbunden mit unseren Kindern. Diese Verbindung ist unzerstörbar und genau das dürfen wir uns immer wieder vor Augen führen.

Der hier verwendete Begriff „unsere Kinder“ ist im Sinne von Zugehörigkeit zu verstehen und nicht im Sinne von Besitz. Unsere Kinder sind in diesem Falle die Kinder, die wir selbst geboren und aufgezogen haben. Auch zwischen Adoptiv- Eltern und -Kindern kann sich diese Zugehörigkeit entwickeln, wenn die Sozialisation entsprechend stattgefunden hat.

Als Mutter sind und bleiben wir in dieser besonderen Rolle im Verhältnis zum Kind. Das dürfen wir uns immer wieder bewusst machen. Auch dass die ersten Jahre die prägendsten sind und dass wir und unser Kind nie vergessen werden was da an Verbindung gewachsen ist.

 

Natürlich gilt das in leicht abgewandelter Form auch für den Vater. Die Kunst der Trennung wäre es ja, sich zwar als Paar zu trennen, aber trotzdem gemeinsam Eltern zu bleiben und dies gemeinsam in sinnvoller Absprache so auszuüben, dass es für alle beteiligten am Leichtesten ist.

Leider ist das nicht in allen Familien möglich.

Oft sind es ein unterschiedliches Tempo in der persönlichen Entwicklung und unterschiedliche Ziele und Haltungen, die sich daraus ergeben, die zum Grund für die Trennung werden.

Menschen entwickeln sich.

Unterschiedlich. Das ist normal. Sollen wir und deshalb selbst verurteilen, weil wir vor langer Zeit einen Partner gewählt hatten der sich anders entwickelt hat als wir selbst?

Haben wir vergessen, warum wir uns irgendwann einmal mit genau diesem Menschen zusammengefunden und ein Kind in die Welt gesetzt haben? Sicher nicht. Aber wir verdrängen es gerne. Ich glaube, auch das gehört zum Weg der Heilung: sich diese Themen anzuschauen!

Kann man das Mindset beeinflussen, wenn es nicht das eigene ist? Nein.

Kann man trotzdem die Situation verändern? Ja.

Es ist möglich. Auf ganz sanfte Weise.

Eine Familie, auch eine getrennte Familie ist immer ein System. Wenn an einer Stelle etwas verändert wird, dann ändert sich etwas am gesamten System. Manchmal ist dies erst nach langer Zeit sichtbar. Wir können uns immer nur selbst ändern. Aber es hat Auswirkung auf das gesamte System.

Wir können es ganz oft nicht alleine. Es braucht jemanden, der von außen und am besten auch noch von oben drauf schaut.

Wenn dann ganz leicht und im Auftrag eines Familienmitglieds die Verbindungen zurecht geschoben werden, Knoten gelöst werden dann können Klarheit und Licht hinein kommen. Dies wirkt sich auf das gesamte Familiensystem aus und so können sich die Gegebenheiten so entwickeln dass es zum höchsten Wohle aller Beteiligten geschieht. Das ist meine Arbeit als Schamanin.

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