Es gibt immer einen Weg

Weihnachten im Wald

Das kleine rote Auto hielt am Waldrand.

Mutter und Kinder stiegen aus.

Den gefüllten Korb nahmen sie mit.

Die drei stiefelten in das verschneite Waldstück hinein. „Schau mal, Mama, dieser hier ist schön!“ Die kleine Fichte hatte dichte Zweige bis ganz unten und sah tatsächlich aus wie ein Weihnachtsbäumchen.

Gemeinsam schmückten sie das Bäumchen mit Gaben für die Tiere: Maiskolben an Schnüren weiter oben für die Vögel, Karotten auf die unteren Zweige für die Hasen und einige Strohsterne.

Dann durften die Kinder sich umdrehen. Die Mutter holte die Geschenke aus ihrem Rucksack und legte sie zwischen die Zweige des Baumes. Das Glöckchen klingelte. Die Kinder drehten sich wieder um. Es gab Kinderpunsch aus der Thermoskanne und Plätzchen. Und natürlich wurden die Geschenke ausgepackt!

Danach sammelten sie ein, was nicht im Wald bleiben durfte und stapften den Pfad durch den verschneiten Winterwald zurück. Es war ja so romantisch!

War es das? Nun, es war das Beste was sie in dieser Situation machen konnten. Die Kinder lebten damals beim Papa und wollten oder sollten die Wohnung der Mutter nicht betreten. Treffen fanden immer nur im öffentlichen Raum statt.

Weihnachten in einem Lokal feiern? Nein, das wollte sie nicht! Und die Verbindung zur Natur, zu den Tieren im Wald war damals schon etwas, das sie mit ihren Kindern teilte.

Wenn ich heute auf dieses ganz spezielle Weihnachten schaue, dass ich damals mit meinen Kindern feierte, dann sehe ich einen langen Weg. Meine Kinder lebten damals beim Papa und wollten mich nicht besuchen. Es sei sehr anstrengend ständig hin und her zu wechseln, weil es bei mir so ganz anders sei als beim Papa, sagten sie damals und ich kannte ja ihren Vater und wusste wie manipulativ er sein konnte.

Ich war kreativ: Mit diesem Weihnachtsfest habe ich eine bleibende Erinnerung geschaffen, die Naturverbundenheit meiner Kinder vertieft, und ihnen ein Fest bereitet, als es sozusagen nichts zu feiern gab. Ich habe davon abgesehen schlecht über den Papa zu reden und ich habe mich auch nicht in irgendwelche Kämpfe hineinbegeben.

Dieses Weihnachtsfest war noch nicht der Tiefpunkt. Ein Jahr später gab es gar kein Treffen zu Weihnachten. Es dauerte 5 Jahre bis wieder ein Annäherung stattfinden konnte. Meine Kinder sind inzwischen erwachsen und wir haben ein freies, vertrauensvolles Verhältnis.

Ich begleite Mütter, die nach der Trennung ohne die Kinder sind. Ich weiß wie es sich anfühlt. Ich weiß dass es möglich ist es zu überleben und ich weiß auch, wie es möglich ist nach einer Phase in der es keinen Kontakt gab wieder eine Beziehung aufzubauen.

Geht’s Dir aktuell so ähnlich, wie es mir damals ging? Möchtest Du Begleitung durch diese schwierige Zeit? Ich bin gerne für Dich da! 

Mutter ohne Kinder

Mit Mitte dreißig habe ich meine geliebten Kinder verloren.

Sie sind nicht gestorben, aber durch eine Verkettung von Ereignissen wurde ich zu einer Mutter, die ihre Kinder nicht mehr sehen konnte. 5 Jahre lang wurde mir der
Zugang zu ihnen verwehrt. Ironischerweise war ich zu dieser Zeit Leiterin eines Kindergartens. Alle Eltern unseres Dorfes haben mir ihre Kinder anvertraut und ich konnte meine nicht mehr sehen. Das für mich Schlimmste an dieser Phase war, dass ich mich wie eine Versagerin gefühlt habe. Schuldig, falsch und bis oben voll mit Scham. Es war auch schwer mit jemanden darüber zu reden. Ich wusste nicht recht wie und wurde auch nie wirklich verstanden. Die Situation war so komplex und ich wusste einfach nicht mehr weiter.

 

Gleichpassiert

In dieser Zeit habe ich Menschen kennen gelernt, die mich verstanden, mit all meinen Gefühlen und all der Verwirrung. Menschen, die ähnliches erlebt hatten und daher einfach ohne Bewertung verstehen konnten, was in mir vorging.

Dieses Verstanden werden war der erste Schritt auf meinem persönlichen Weg der
Heilung. Ich verstand selbst einige Dinge in meinem Leben und begann an meiner
Persönlichkeit zu arbeiten. Ich lernte verschiedene Wege dafür kennen und
machte verschiedene Ausbildungen, die alle mit Selbsterfahrung zu tun hatte. Dabei
waren alternativtherapeutische Ansätze die, bei denen ich das Gefühl hatte dass
es am Leichtesten und am schnellsten voran ging.

 

Weg der Heilung

So fand ich meinen persönlichen schamanischen Weg. Während dieser Heilung haben sich die Umstände von innen heraus verändert und ich konnte meine Kinder wieder sehen, was für mich ein unsagbares Geschenk war. Heute habe ich ein besseres Verhältnis zu meinen Kindern als je zuvor. Mittlerweile bin ich stolze Oma von 2 Enkeln und damit bin ich das lebende Beispiel dafür, wie viel Freude nach der Heilung noch wartet!

 

Unsagbar

Es gibt da draußen so viele Frauen, die ihre Kinder nicht bei sich haben können oder
dürfen. Frauen, die ihre Kinder nicht sehen, manchmal über lange Zeit hinweg. Die
Gefühle, die in solchen Situationen entstehen sind so schwer, dass es Außenstehenden schwer fällt sich das auch nur ansatzweise vorzustellen. So schwer, dass niemand sie sich wirklich vorstellen möchte. Für jemanden, der das nicht erlebt
hat ist es deshalb so schwer, die damit verbundenen Gefühle nachzuvollziehen.

Ich möchte all die Frauen erreichen, die ihre Kinder verloren haben und noch nicht den Raum hatten, um Heilung zu finden. Ich will ihnen sagen:

 

Auch für Dich!

Es gibt einen Weg und jetzt ist der richtige Zeitpunkt dafür Deine ersten Schritte auf diesem Weg der Heilung zu gehen, denn wenn Du das hier liest, ist es kein Zufall! 

 

Wert und Besitz?

 

„Ich kann keine Geschenke annehmen.“

Sie schluchzt heftig.

Nach einer Pause kommen die Worte langsam, stockend.

„Ich bin es – einfach – nicht – wert . . .“

„Ich glaube das liegt daran, dass man mir das wertvollste, 

was ich hatte genommen hat: Meine Kinder.“

 

… Gibt es einen Satz, den Dein Exmann zu Dir gesagt hat, an den Du Dich erinnerst?

Sie erinnert sich.

In diesem Coaching arbeiten wir zuerst am Mindset und danach gibt es die schamanische Sitzung.

 

Ja, ich kenne das auch. Es begegnet mit immer und immer wieder bei meinen Klientinnen: Sie haben ihr Selbstwertgefühl vergessen. Es ist einfach verschüttet, versteckt unter vielen Erfahrungen in denen ihnen immer und immer wieder eingeredet wurde sie seien nichts wert.

 

Kombiniert wird das mit intensiven emotionalen Erfahrungen und dann im Körpergedächtnis eingespeichert. Oft passiert dabei auch etwas, dass ich einen „Inprint“ nenne. Die Erfahrung hat sich ins System eingebrannt.

Es erinnert mich an ein Brandzeichen, so wie sie früher den Kühen im Wilden Westen eingebrannt wurden. Es beinhaltet eine Information von Besitztum.

 

Manchmal ist es auch so, dass sich das Selbstwertgefühl von Kindheit an nicht richtig entwickeln konnte.

Egal wie die einzelne Familiensituation verzwickt ist: wir schauen gemeinsam drauf und graben und finden alle einzelnen Teile. 

Ich begleite meine Klientinnen auf dem Weg der Heilung so lange bis es gelöst ist.

 

Aus meiner Sicht ist hier die bloße Arbeit an Glaubenssätzen oft unzureichend. Die Informationen sind oft durch Generationen oder Inkarnationen hindurch immer und immer wieder in die Seele eingebrannt worden. Eine einzelne schamanische Sitzung mit meiner Technik kann hier unendlich viel mehr bewirken als viele Sessions mit verschiedenen Tools zum Verändern von Glaubenssätzen.

 

Das Thema Selbstwert überschneidet sich mit dem Thema Besitz.

In der oben erwähnten Geschichte überschneiden sich die Themen Besitz und Selbstwert.

Ein Kind kann man nicht besitzen. Auch wenn wir die Formulierung „Meine Kinder“ verwenden.

Khalil Gibran, der Maler und Schriftsteller schreibt in seinem philosophischen Buch „Der Prophet“:

 

Eure Kinder sind nicht Eure Kinder, sie sind die Söhne und Töchter der Sehnsucht des Lebens nach sich selbst.

 

Als Eltern können wir nur voller Ehrfurcht und Dankbarkeit auf unsere Kinder schauen und erkennen dass es ein Privileg ist, einem Kind einen Raum im eigenen Leben geben zu dürfen.

Oft ist uns das nicht bewusst und gerade wenn wir jahrelang in einer Familie gelebt haben in der es vielleicht nicht immer einfach war, nicht immer rund lief, dann haben andere Themen sich als Priorität vor die Kinder geschoben.

Dann kommt es irgendwann zur Trennung, die Familie zerbricht und man steht da und darf sich neu sortieren. Es ist eine Chance und kann uns helfen alte Wege zu verlassen und uns zu besinnen was wir wirklich wollen vom Leben.

 

Und dann sind da die Kinder. Es ist wichtig gut für sie zu sorgen und ihnen einen Platz zu bieten, an dem sie sich wohl fühlen und sich gut entwickeln können. Das ist als Eltern unsere Aufgabe.

In der Trennungssituation entsteht ein schlechtes Gewissen, weil wir als Eltern uns plötzlich so verhalten, dass unserem Kind nicht zu jeder Zeit beide Elternteile zur Verfügung stehen. Natürlich war das auch vor der Trennung nicht der Fall. In den seltensten Fällen sind immer beide Eltern für die Kinder verfügbar. Aber die Situation verändert sich, wir wohnen nicht mehr im gemeinsamen Haushalt und dadurch kann das Gefühl von Entfernung entstehen.

 

Die Kinder als unseren „Besitz“ zu bezeichnen ist schwierig. Die Zeiten der Leibeigenschaft sind vorbei, auch wenn man in manchen Konstellationen von Trennungsfamilien das fast nicht glauben möchte. 

Woran liegt das? 

Es sind immer noch alte Muster, überholte Strukturen die in den Köpfen und Herzen der Menschen herumgeistern: Glaubenssätze und eine Mischung aus Zuschreibungen und Einschärfungen aus der Kindheit, wie man denn zu sein habe und was man denn zu tun habe. Dazu kommen Prägungen aus dem Familiensystem und Themen die wir aus früheren Inkarnationen mitgebracht haben um sie jetzt zu lösen.

 

All das ist eine Aufgabe für die persönliche Weiterentwicklung.

Nicht jeder Erwachsene Mensch ist bereit für Persönlichkeitsentwicklung.

Was können wir tun, wenn wir unter dem Verlust der Kinder leiden?

Wir können die Aufmerksamkeit auf die innere Verbindung richten: Innerlich sind wir verbunden mit unseren Kindern. Diese Verbindung ist unzerstörbar und genau das dürfen wir uns immer wieder vor Augen führen.

Der hier verwendete Begriff „unsere Kinder“ ist im Sinne von Zugehörigkeit zu verstehen und nicht im Sinne von Besitz. Unsere Kinder sind in diesem Falle die Kinder, die wir selbst geboren und aufgezogen haben. Auch zwischen Adoptiv- Eltern und -Kindern kann sich diese Zugehörigkeit entwickeln, wenn die Sozialisation entsprechend stattgefunden hat.

Als Mutter sind und bleiben wir in dieser besonderen Rolle im Verhältnis zum Kind. Das dürfen wir uns immer wieder bewusst machen. Auch dass die ersten Jahre die prägendsten sind und dass wir und unser Kind nie vergessen werden was da an Verbindung gewachsen ist.

 

Natürlich gilt das in leicht abgewandelter Form auch für den Vater. Die Kunst der Trennung wäre es ja, sich zwar als Paar zu trennen, aber trotzdem gemeinsam Eltern zu bleiben und dies gemeinsam in sinnvoller Absprache so auszuüben, dass es für alle beteiligten am Leichtesten ist.

Leider ist das nicht in allen Familien möglich.

Oft sind es ein unterschiedliches Tempo in der persönlichen Entwicklung und unterschiedliche Ziele und Haltungen, die sich daraus ergeben, die zum Grund für die Trennung werden.

Menschen entwickeln sich.

Unterschiedlich. Das ist normal. Sollen wir und deshalb selbst verurteilen, weil wir vor langer Zeit einen Partner gewählt hatten der sich anders entwickelt hat als wir selbst?

Haben wir vergessen, warum wir uns irgendwann einmal mit genau diesem Menschen zusammengefunden und ein Kind in die Welt gesetzt haben? Sicher nicht. Aber wir verdrängen es gerne. Ich glaube, auch das gehört zum Weg der Heilung: sich diese Themen anzuschauen!

Kann man das Mindset beeinflussen, wenn es nicht das eigene ist? Nein.

Kann man trotzdem die Situation verändern? Ja.

Es ist möglich. Auf ganz sanfte Weise.

Eine Familie, auch eine getrennte Familie ist immer ein System. Wenn an einer Stelle etwas verändert wird, dann ändert sich etwas am gesamten System. Manchmal ist dies erst nach langer Zeit sichtbar. Wir können uns immer nur selbst ändern. Aber es hat Auswirkung auf das gesamte System.

Wir können es ganz oft nicht alleine. Es braucht jemanden, der von außen und am besten auch noch von oben drauf schaut.

Wenn dann ganz leicht und im Auftrag eines Familienmitglieds die Verbindungen zurecht geschoben werden, Knoten gelöst werden dann können Klarheit und Licht hinein kommen. Dies wirkt sich auf das gesamte Familiensystem aus und so können sich die Gegebenheiten so entwickeln dass es zum höchsten Wohle aller Beteiligten geschieht. Das ist meine Arbeit als Schamanin.